Das Rosendorf Steinfurth

 

RosendorfDas Rosendorf Steinfurth ist weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt. Es ist das älteste Rosendorf Deutschlands.

1868 kehrte Heinrich Schultheis aus England zurück, wo er den Rosenanbau erlernt hatte, und gründete in Steinfurth die erste deutsche Rosenschule. In dem bis dahin armen Tagelöhnerdorf, dessen Grundbesitz sich großteils im Besitz der Freiherren Löw zu Steinfurth befand, breitete sich durch Anbau der Rosen der Wohlstand aus. Um die Jahrhundertwende lebten bereits 72 Familien vom feldmäßigen Rosenanbau. Anbauziel war der Verkauf von Rosenpflanzen und auch Schnittrosen. Um 1930 existierten mehr als 200 Betriebe, die jährlich 15 Millionen. Pflanzen in alle Welt verkauften. Die Entwicklung erreichte 1970 mit 210 Betrieben und einer jährlichen Produktion von bis zu 14 Millionen Pflanzen ihren Höhepunkt. Im Jahr 2017 gibt es im Rosendorf weniger als 20 Betriebe, die jährlich etwa zwei Millionen Pflanzen anbauen.

 

Seit 1949 feiern die Steinfurther mit Rosenkorso und Rosenkönigin

Bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts feiern die Steinfurther Rosenanbauer die Königin der Blumen in regelmäßigen Ausstellungen und Festen. 1950 wurde die erste Steinfurther Rosenkönigin gewählt und der erste Rosenkorso, ein Umzug mit rosengeschmückten Wagen veranstaltet. Das Steinfurther Rosenfest ist geboren. Seit der Eingemeindung Steinfurths in die Stadt Bad Nauheim 1972 findet das außergewöhnliche Fest alle zwei Jahre statt und lockt zehntausende Besucher in das Rosendorf.

Das 1974 gegründete Rosen- und Heimatmuseum wurde 1985 von der Stadt Bad Nauheim übernommen.  2014 gründeten die Steinfurther Rosenanbauer einen Trägerverein und übernahmen die Verantwortung das Rosenmuseum. Den Trägerverein unterstützen inzwischen Rosenfreundinnen und Rosenfreunde aus ganz Deutschland. Das Rosenmuseum hat sich zu einem weltweit einzigartigen Spezialmuseum für die Rose entwickelt.

 

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